Ein paar Tage im Winterwunderland 1


Vom Fernsehen in die Realität: Nach jahrelangem Biathlonkonsum in der Flimmerkiste war es 2017 endlich so weit: Biathlon live am Grenzadler in Oberhof. Zeit für Erkenntnisse und davon gibt es einige. Wie die Tatsache, dass die Zuschauer nicht aus purem Spaß die ganze Zeit am Hüpfen und Tanzen sind – das ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, die Wettbewerbe ohne schwerwiegende Erfrierungen zu überleben. Oder der Fakt, dass Fotografieren bei Minus 13° Celsius nun wirklich keinen Spaß macht und das Ergebnis dementsprechend anspruchslos geworden ist.

Auch interessant ist, dass die beliebtesten Biathleten nicht unbedingt für Deutschland starten. Bei den Frauen ist auf Fan-Seite Gabriela Koukalová ganz hoch im Kurs und auch das Filmteam des Veranstalters hat ein Faible für den laufenden Schminkkoffer. Bei den Männer ist der Bart des Michael Rösch angesagt. Kein Wunder, dass die Fans ihn lieben, dreht der für Belgien startende und in Deutschland ausgemusterte Biathlet doch nach der Verfolgung noch eine Extrarunde durchs Stadion und lässt sich viel Zeit am Birxsteig für Autogramme und Selfies. Das haben wir ansonsten nur von einem gut gelaunten Sven Fischer erlebt. Die deutschen Starter tun sich schon schwer beim Einlaufen im Stadion überhaupt mal das Publikum zu grüßen, das bei jeder Vorbeifahrt enthusiastisch die deutschen Athleten anfeuert – und das bereits vor dem Rennen.

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Ein Gedanke zu “Ein paar Tage im Winterwunderland

  • Thomas

    Wow, Martin und Sonja in Öberhööf – wie der Thüringer „sagen“ würde 🙂
    Sind doch schöne Bilder geworden 🙂