Sicherheitsgefühl im Watt: Langlütjen II


Wattwanderung nach Langlütjen II

 

Um Punkt 11 Uhr ging es los … also nicht mit der Wanderung zur Festungsinsel Langlütjen II, sondern mit dem ersten Durchzählen des Wattführers. Es ergab sich, dass sich 34 statt der erlaubten 30 Teilnehmer am Landhaus Tettens eingefunden hatten. Kann das sein? Also nochmal durchzählen. Es kann sein. Also mussten zunächst vier zurückbleiben, da aber der ein oder andere die Warnungen des Wattführers ernst nahm und mit künstlichen Hüften oder Übergewicht zurückblieb, durften doch noch zwei oder so mehr mit. Da es schwer war, den Überblick zu behalten, bot es sich an, nochmal durchzuzählen.

Was man sich allerdings hätte sparen können, denn als wir dann tatsächlich um kurz vor 12 Uhr im Watt waren, gaben die nächsten zwei bis fünf Läufer auf und kehrten um. Irgendwie hat der Wattführer dann auch den Überblick verloren und sparte sich ein weiteres Durchzählen.

In der Tat war es kein einfacher Spaziergang durch das teilweise knietiefe oder rutschige Watt. Und so dauerte es auch knapp zwei Stunden bis wir Langlütjen II erreichten. Eine etwas unheimliche Insel, die noch gut erhalten ist, und in Sichtweite zum modernen Bremerhaven Containerhafen trotzdem einen kaum nachvollziehbaren Sprung in die Vergangenheit zulässt. Leider konnten wir die Insel nicht von innen begutachten, da die Leiter nicht mehr in einem begehbaren Zustand war.

Nach halbstündiger Besichtigung war es Zeit für den Heimweg – wieder gespickt mit zahlreichen Infopausen durch unseren erfahrenen 73-jährigen Wattführer, der leider nicht im Vorfeld drauf hingewiesen hat, dass man sich eincremen sollte. Und Sonja sagte ja: „Brauchen wir nicht, da sind genug Wolken am Himmel.“ Zwischendurch gab sie allerdings verwundert zu bedenken: „Komisch, so viele Wolken und wir haben trotzdem fast nur Sonne.“ Ach ja. Ergebnis: Sonnenbrand am Hals nach 7,4 Kilometern.

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