Effi Briest – es geht auch ohne Selbstmord


Nachdem ich mich wie tausende meiner Mitschülerinnen und Mitschüler fürs Abitur durch Fontanes "Effi Briest" kämpfen musste, waren meine beste Freundin und ich mutig genug, um uns ins Kino zu wagen. Mehr als ein Jahrzehnt war seit des trockenen Schinkens vergangen, da konnte ein wenig Auffrischung unseres literarischen Halbwissens nicht schaden.

Dementsprechend skeptisch schauten wir Hermine Huntgeburths ("Die weiße Massai") neuesten Film – und siehe da: Drama, Drama und nein Baby, kein Suizid der Hauptdarstellerin am Ende, sondern eine selbstbewusste junge Frau, die sich (hoffentlich auch bis an ihr Lebensende) nach den vielen Enttäuschungen ihres kurzen Lebens gegen die strengen Konventionen ihrer Zeit wehrt.

Mutig, romantisch, tolle Kostüme, die rauen Dünenlandschaften der Ostseeküste, klasse Schauspieler und die leicht abgewandelte Handlung machen diesen Film wirklich sehenswert!

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